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"Oldenburg dreht ab" Aktionstag am 15.11.2017 Diesen Text vorlesen lassen

Autor: nicolegourdonbrand 29.11.2017

Kakao Teaser

Artikel von den Rasenden Reportern und Frau Grundmann-Pophanken

Nach dem Motto "Mit Schokolade die Welt fair-ändern" wollen wir den Kindern den langen Weg einer Schokolade näherbringen, angefangen von der Ernte eines  afrikanischen Kakao-Bauern an der Elfenbeinküste, den Handelswegen nach Europa, der Herstellung von Schokolade bis zum Einzelhandel.

Die Kinder sollen die ungleichen Lebensbedingungen kennenlernen und mit unseren Lebensverhältnissen vergleichen, sodass sie künftige Kaufentscheidungen bewusster tätigen. Dabei lernen sie ein Fair Trade Siegel kennen. Dieses geschützte Siegel garantiert einen hohen Standard in Punkto faire Löhne, stabile Preise an den Weltbörsen, Verzicht auf Kinderarbeit, Bildung, Gesundheit sowie ärztliche Versorgung in den dörflichen Gemeinden. Dadurch bekommen die Kakaobauern bessere Preise für ihre Kakaoernte, die wiederum der Gemeinde und den Kindern zu Gute kommen. Im Durchschnitt verdient ein Kakaobauer ca. 4 Cent an einer konventionellen Tafel Schokolade. Am meisten verdient der Handel daran. Auch wenn bei einer fair gehandelten Schokolade der Kakaobauer nur einige Cents mehr verdient, ist das für die dort lebenden Menschen ein enormer Gewinn.
Den Kindern wird am Ende des Tages bewusst, dass die afrikanischen Kinder im Kakaodorf an der Elfenbeinküste noch nie in ihrem Leben eine Tafel Schokolade gesehen, geschweige denn gegessen haben.

Kakao001

In vielen Supermärkten finden Sie bereits das Fair Trade Siegel.

Nachfolgend einige Meinungen unserer Schüler:

Unser "Abgedreht-Tag" war sehr toll. Wir haben Schokoladenpralinen gemacht. Die Elfenbeinküste in Afrika ist fair aber auch unfair. Denn die Kinder müssen morgens das Wasser in Krügen auf dem Kopf tragen. Wir sind an diesem Tag in ein Kakaodorf gereist und haben Ama und Jojo kennen gelernt. Wir haben ein Arbeitsblatt bekommen, wo wir zuordnen mussten, was zu Deutschland und was zur Elfenbeinküste gehört. Bei uns ist das Leben viel besser, weil wir viel Geld verdienen und viele verschiedene Essenssachen haben. In dem Kakaodorf haben sie nur wenig sauberes Wasser und müssen es mühsam beschaffen. Auch haben sie keinen Arzt oder ein Krankenhaus. Nur die Jungen dürfen zur Schule gehen, die Mädchen wie Ama, müssen auf dem Feld den Eltern bei der Ernte helfen. Das finde ich nicht fair.
An einer Schokolade verdienen die Kakaobauern nur 4 Cent. Das ist auch nicht fair, weil die Schokoladenfabrik und der Supermarkt jeweils 32 Cents verdienen.
(Lena, 4b)

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Am 15.11.15 war unser "abgedreht Tag". Dieser Tag ist ein Tag, wo man besonders viel Strom spart. Die ganze Schule hatte das Thema "Schokolade in Afrika". Da hat man gelernt, wie die Kinder an der Elfenbeinküste leben. Die haben keine Krankenhäuser wie wir und keine Schule. Wenn doch, dann dürfen nur Jungen zur Schule. Dann sitzen etwa 50 Kinder in einem Klassenraum. Die Kakaobauern verdienen am wenigsten an einer Schokolade. Das ist nicht fair.
Ich habe gelernt, dass der Kontinent Afrika viel größer ist als Europa und mehr Länder hat. Afrika hat 55 Länder, Europa nur 47.

9 km täglich zu Fuß zur Kakaoplantage

Als Abschluss haben wir 14 Tage später Leoncé zu uns eingeladen. Alle Schüler versammelten sich in der Aula, um seine Erzählungen zu hören.
Der Kakao-Erntehelfer Leoncé präsentiert den Grundschulkindern die Arbeit auf einer Kakaoplantage.

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Leoncé kommt von der Elfenbeinküste und wohnt seit vielen Jahren in Oldenburg. Er war Erntehelfer auf einer Kakaoplantage. Was die Kinder zu Ohren kriegen, setzt sie in Erstaunen.
Ein Kakaobaum braucht etwa 6 Jahre bis er seine ersten Früchte trägt. Sie hängen direkt am Stamm. Es können an einem Kakaobaum bis zu 200 Kakaoschoten wachsen. Die Schoten öffnen die Helfer in nur einigen Sekunden. Die Erntezeit dauert von Anfang September bis Ende Oktober. Wenn die Erntezeit für die Kakaobauern und Erntehelfer vorbei ist, feiert das ganze Dorf über eine Woche lang ein großes Fest. Sie tanzen und stampfen mit den Füßen auf den Boden. Damit danken sie der Mutter Erde, dass die Bäume so gute Ernte gebracht haben. Das kann man bei uns mit dem Erntedankfest vergleichen. Nach der Ernte verdient ein Helfer etwa 200 Euro, von dem er seine Familie ein ganzes Jahr ernähren muss. Das sind umgerechnet etwa 0,75 Cent pro Tag. Davon muss er etwa 5 Kinder versorgen. Das ist nicht viel zum Leben. Weihnachten feiern die Menschen an der Elfenbeinküste auch, aber ohne Geschenke. Dafür reicht das Geld nicht. Übrigens spricht man dort auch Französisch.

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Diesen Artikel schrieben Mika und Johannes von den Rasenden Reportern. Grundlage war ihr Interview mit Leonce.

Die Lehrer haben an einem Nachmittag diesen Tag einmal als "Probedurchlauf" geübt.

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