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Förderkonzept Diesen Text vorlesen lassen

Autor: nicolegourdonbrand 04.03.2018

1. Einleitung und Ziele

Die größtmögliche Förderung aller Kinder, das bedeutet die unterscheidende, differenzierende, ermutigende Förderung ist ein zentrales Ziel unserer Schule.
Voraussetzung für gezieltes Fördern und Fordern ist die differenzierte Wahrnehmung der Persönlichkeit des Kindes. Seine individuellen Möglichkeiten und Grenzen müssen erkannt werden.

Verschiedenheit kann gewinnbringend für fachliche wie soziale Prozesse genutzt werden.
Kinder sollen darin unterstützt werden, Andersartiges kennen zu lernen, Individualität anzuerkennen und zu achten, Erfahrungen anderer ernst zu nehmen und einzubeziehen sowie Gemeinsamkeiten zu entdecken.

2. Umsetzung

Eine Voraussetzung, um möglichst frühzeitig die Lernausgangslage der Schulanfänger zu erfassen und erforderliche schulische und außerschulische Förder- und Fordermaßnahmen einzuleiten oder fortzuführen, ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen Schule, vorschulischen Einrichtungen und den Erziehungsberechtigten.

Vor der Einschulung:

  • Sprachstandserhebung zur Feststellung des Förderbedarfs im Sprachbereich Deutsch für den übernächsten Einschulungsjahrgang (Mai)
  • Durchführung der Sprachfördermaßnahmen durch Lehrkräfte der Grundschule in den Kindergärten (während des ganzen Schuljahres vor der Einschulung)
  • Informationsveranstaltung für interessierte Erziehungsberechtigte in Zusammenarbeit mit den Kindergärten (Oktober)
  • Durchführung der schulärztlichen Untersuchung (Dez. bis Mai), Austausch mit den Ärztinnen des Gesundheitsamtes
  • Gespräche mit Eltern von Kindern, die vom Schulbesuch zurückgestellt werden
  • Gespräche mit Eltern, deren Kinder nach Möglichkeit fachärztliche, therapeutische oder familienbegleitende Unterstützung angeraten wird
  • Gespräche mit Eltern von Kindern, bei denen bereits vor der Einschulung ein sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf festgestellt werden sollte
  • Zusammenführung und erste Auswertung der vorhandenen Informationen über die Schulanfänger (Entwicklungsberichte Kindergärten, Berichte Schuleingangs-untersuchung, Berichte Sprachstandserhebung, Berichte von Fachärzten und Therapeuten, sonderpädagogische Gutachten)

Schuleingangsphase bis zu den Herbstferien:

  • allgemeine Beobachtungen im Unterricht und in den Pausen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Konzentration, Ausdauer, Orientierung, emotionale Stabilität, Sozialverhalten, Sprache, Motorik
  • während des Klassenunterrichts mit allen Kindern durchgeführte gezielte Aufgaben in den Bereichen Feinmotorik, Graphomotorik, Raumlage, Figur- Grundwahrnehmung, Zahlen-Mengenzuordnung, Malen, Zeichnen (Klassen-/FörderschullehrerIn)
  • Beobachtung einzelner, besonders auffälliger Kinder (FörderschullehrerIn)
  • Treffen von KlassenlehrerInnen der ersten Klassen und ErzieherInnen der Kindergärten
  • bei Bedarf frühzeitige Gespräche mit Erziehungsberechtigten (Planung eventuell notwendiger Fördermaßnahmen im außerschulischen Bereich)
  • Dokumentation der Beobachtungen zur Lernausgangslage der Schulanfänger (siehe Punkt 3)

Fördermaßnahmen nach der Schuleingangsphase:

Alle Schülerinnen und Schülern sollen unter Berücksichtigung ihrer Lernvoraussetzungen grundsätzlich im Rahmen des Klassenunterrichts gefördert werden. Insbesondere die Anerkennung individueller Leistungsmöglichkeiten, die Hinführung zu selbstständigem Lernen, das Lernen mit allen Sinnen, sowie die Kooperationsfähigkeit der Kinder untereinander stehen dabei im Mittelpunkt. Angebote, die das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl der Kinder stärken haben eine besondere Bedeutung.

Auch die zahlreichen Angebote im Rahmen der Ganztagsschule tragen in diesem Sinne zu einer positiven Lernentwicklung bei.

Fördersituationen und Fördermaßnahmen innerhalb des Klassenverbandes:

  • der Wechsel von offenen und geschlossenen Unterrichtsphasen, um sowohl dem unterschiedlichen Lerntempo der Kinder gerecht zu werden, als auch das gemeinsame Lernen voneinander zu fördern
  • die Differenzierung von Aufgaben im Umfang und im Anforderungsniveau
  • das Ausnutzen von "Freiräumen" für individuelle Zuwendung, Beobachtung und Beratung, z. B. durch Tages- und Wochenpläne, im offenen Anfang, in Stillarbeits- und Freiarbeitsphasen
  • das Bereitstellen von Lernangeboten und Lernmaterialien, die von den Kindern entsprechend ihrer Lernmöglichkeiten genutzt werden können und die die Selbstständigkeit fördern
  • der Einsatz von ein bis zwei Laptops je Klasse für unterrichtsnahe Aufgaben oder individuelle Lernprogramme
  • die Unterstützung des Lese- und Schreiberwerbs im 1. Schuljahr durch einheitliche Handzeichen
  • individuelle Arbeitspläne sowie differenziertes Unterrichtsmaterial für Kinder mit deutlich abweichenden Lernständen
  • individuelle Ansprachen und Hilfen durch zusätzliche Lehrkraft (Doppelsteckungen GrundschullehrerInnen, FörderschullehrerIn, abhängig von der Stundenversorgung
  • individuelle Ansprachen und Hilfen durch zusätzliche Personen (SchulbegleiterInnen, FSJler, Studierende)

Fördermaßnahmen außerhalb des Klassenverbandes:

  • Sportförderunterricht
  • Förderung im Bereich Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Förderung für Kinder mit einer anderen Erstsprache als Deutsch (DAZ)
  • Leseförderung durch Leseeltern und Lesementoren
  • Individuelle Förder- und Fordermaßnahmen in der Kleingruppe (Doppelsteckungen von GrundschullehrerInnen, abhängig von der Stundenversorgung)
  • Individuelle Förder- und Fordermaßnahmen in der Kleingruppe (FörderschullehrerIn siehe Inselklasse )
  • Förderung für Kinder der 1. Klassen in der LWS-Zeit zur Unterstützung des Leselern-Prozesses und einiger Teilleistungsbereiche (siehe Inselklasse )
  • Förderung für Kinder der 2. Klassen in der LWS-Zeit im Bereich LRS (siehe Inselklasse )
  • zeitweise Förderung von Kindern mit festgestelltem sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in der Kleingruppe (siehe Inselklasse )

Die Erteilung außerschulischer Lernförderung (Leistungen der Bildung und Teilhabe) findet in Kooperation mit dem Bildungskreis im Anschluss an den Unterricht zumeist in den Räumen der Schule statt.

3. Diagnostik und Dokumentation

Die während der Schuleingangsphase bis zu den Herbstferien in den 1. Klassen gemachten Beobachtungen zur Lernausgangslage der Schulanfänger werden in einem Beobachtungsbogen dokumentiert (Fein- und Grobmotorik, Wahrnehmung, Körper-Raum-Zeitorientierung, Informationsverarbeitung, Merkfähigkeit, Sprache).

Im weiteren Verlauf der Grundschulzeit wird die Lernentwicklung aller Schüler und Schülerinnen in regelmäßigen Abständen zusätzlich zu den Lernkontrollen durch weitere Aufgaben überprüft. Dabei werden sowohl die von den Verlagen angebotenen Diagnose-Verfahren als auch lehrgangsunabhängige Verfahren genutzt (z.B. Diagnostische Bilderleisten, Lesetests). In Einzelfällen finden gezielte Überprüfungen durch die Förderschullehrkraft statt (HSP, ERT, ELFE. KABC-ll).

Die Beobachtungen werden in schuleigenen Förderplänen dokumentiert.

 

 

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